1830 Windschläg – 1916 Pfaffendorf
„Hühnerhof“, 1906
14 x 17 cm
Öl auf Holz
Fine Art
Galerie Paffrath
8.500 €
„In den Privatsammlungen, die am Rhein in den 70er und 80er Jahren entstanden sind, durfte ein Jutz so wenig fehlen wie ein Kröner oder Achenbach“ (Kölnische Zeitung, 5.9.1916), so stellte 1916 ein Feuilletonist der Kölnischen Zeitung fest.
Carl Jutz Ausbildung als Maler begann zunächst bei einem holländischen Tiermaler (A. Knip), bevor er sich 1861 dem Münchner Künstlerkreis um Anton Braith und Christian Mali anschloß. In Bayern hatte Carl Jutz gemeinsam mit vielen anderen Tier- und Landschaftsmalern einige Jahre in kleinen Künstlerkolonien am Chiemsee verbracht.
1867 siedelte er nach Düsseldorf über und perfektionierte seinen Blick für die genaue Darstellung von Tieren, die in Düsseldorf weder Vorläufer noch Nachahmer auf vergleichbarem malerischem Niveau hatte. Jutz spezialisierte sich vor allem auf die Geflügelmalerei, die bis zu seinem Lebensende sein Themenschwerpunkt bleibt.
Engländer und Amerikaner erwarben viele seiner Hauptwerke, deutsche Museen in Düsseldorf, Karlsruhe, Mannheim, Breslau und Königsberg sicherten sich noch zu Lebzeiten des Malers Bilder aus seinem Œuvre.
„Hühnerhof“ verdeutlicht sehr anschaulich wesentliche Kennzeichen des kompositorisch und technisch vollendeten Oeuvres des Tiermalers.
Wie ein Theaterregisseur verwickelt er die Hühner in Aktion und Reaktion und damit in Handlungen, die den menschlichen Verhaltensweisen oft sehr nahe kommen. Haltung und Federkleid der Tiere werden bis ins kleinste Detail studiert, dann miniaturhaft genau auf die Bildfläche mit Hilfe eines Vergrößerungsglases übertragen.



