1926 Paris – Pignans 2016
„Ohne Titel (Mouvement)“, 2000
65 x 81 cm
Acryl auf Leinwand
Contemporary
Galerie Paffrath
9.500€
Jean Miotte, einer der Gründungsväter des Informel, kommt im Jahr 1926 in Paris zur Welt. Kindheit und Jugend werden vom Zweiten Weltkrieg überschattet. Nach Kriegsende kann Jean Miotte sein Studium beginnen: Er studiert Mathematik und Ingenieurswesen, seine freie Zeit gehört der (figurativen) Malerei.
Jean Miottes Interesse für die Kunst wächst stetig. Er besucht ab 1947 die Ateliers am Montparnasse, wo er seinen Lehrmeistern Othon Friesz und Ossip Zadkine begegnet. Auch die Werke eines Georges Rouault oder Henri Matisse beeinflussen den jungen Künstler nachhaltig.
Nach einer Italienreise (1948) lässt sich Jean Miotte 1950 in Meudon nieder. Er lernt Hans Arp und Gino Severini kennen und malt seine ersten abstrakten Bilder. 1953 übersiedelt Miotte, der mit den Künstlern Serge Poliakoff, Pierre Dimitrienko und André Lanskoy eng befreundet ist, nach Bologna.
In seinen frühen Abstraktionen, die auch 1957 auf der ersten Einzelausstellung in der Galerie Durand in Paris gezeigt werden, dominieren dunkle Farbtöne. In den späteren Kompositionen kommen die rhythmisch-malerischen Werte zu voller Wirkung. Neben Schwarz und Weiß stehen dabei auch kraftvolle (Grund-)Farben in ästhetisch höchst ansprechenden Kombinationen im Zentrum, wie bei dem Werk Ohne Titel (Largeur blanche) aus den 1990er / 2000er Jahren.
Jean Miotte, dessen Arbeiten in so berühmten Museen wie dem New Yorker Museum of Modern Art, dem Kölner Museum Ludwig und dem Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris präsentiert werden, lebt und arbeitet in Paris, Südfrankreich und New York.



