1841 Arensburg – Düsseldorf 1916
„Bewölkter Himmel“, 1878
16,2 x 24,4 cm
Öl auf Pappe
Sommer, Bis 5.000 €
Galerie Paffrath
2.800 €
Eugen Dückers Berufung als Professor für Landschaftsmalerei hatte an der Düsseldorfer Kunstakademie zu einem neuen Naturalismusbegriff geführt. Atmosphärische Stimmungen in klar gegliederten Kompositionen wurden für mehrere Jahrzehnte zum Erkennungsmerkmal der „Dücker-Schule“, aus der so bedeutende Maler wie Eugen Kampf, Helmuth Liesegang, Olof Jernberg und Max Clarenbach hervorgegangen sind.
Friedrich Schaarschmidt hat als Zeitzeuge und zuverlässiger Chronist der Düsseldorfer Schule den Wandel 1902 rückblickend beschrieben:
„Die See, die ja durch die Achenbachs und die Norweger der Düsseldorfer Kunst vertraut war, wurde in einer ganz neuen Weise, nicht in ihrer dramatischen Bewegung, sondern in der Ruhe, im Sonnenglanz, in melancholischen Sonnenuntergängen und schimmernden Morgenstimmungen aufs eingehenste studiert und mit einer virtuosen wie sorgfältigen Technik gemalt.“
Bei Bewölkter Himmel liegt der Fokus auf dem Speil der Wolken. Die Landschaft ist nur angedeutet durch einen Farbstreifen am unteren Rand des Bildes. Die dick aufgetragene weiße Farbe gibt den Wolken eine Haptigkeit und lenken das Auge. Der gutzuerkennende Pinselduktus gibt den Wolken die Richtung vor.
Werke von Eugen Dücker hängen in den renommierten öffentlichen Sammlungen Deutschlands, unter anderem der Nationalgalerie in Berlin, der Gemäldegalerie Neue Meister in Dresden und Museum Kunstpalast in Düsseldorf. Auch bei privaten Sammlern sind bis heute die Landschaftsdarstellungen Dückers sehr beliebt.



