1887 Burtscheid – Büderich 1965
„Kühe (November)“
36,5 x 38 cm
farbiger Holzschnitt
Bis 5.000 €
Galerie Paffrath
Verkauft 2025 (4.800 €)
Ewald Mataré war ein deutscher Bildhauer, Maler und Grafiker, der als bedeutender Vertreter der Klassischen Moderne gilt. Nach einem Malereistudium in Berlin wandte er sich um 1920 der Holzplastik zu und entwickelte eine klare, reduzierte Formensprache. Besonders bekannt wurde er für seine Tierdarstellungen – allen voran die Kuh, deren Ruhe und Würde ihn zeitlebens faszinierten. Während der NS-Zeit wurde er als „entartet“ verfemt und von der Düsseldorfer Akademie entlassen, wo er später jedoch als Lehrer wirkte und unter anderem Joseph Beuys ausbildete. Zu seinen Hauptwerken zählen die Bronzetüren des Kölner Doms sowie das Westfenster des Aachener Doms. Sein Werk zeichnet sich durch eine enge Verbindung von Naturstudium, formaler Vereinfachung und spiritueller Tiefe aus. Heute bewahrt insbesondere das Museum Kurhaus Kleve seinen künstlerischen Nachlass.
Der Druck „Kühe (November)“ in Rot und Schwarz zeigt genau die genannte Reduktion: Die Tiere sind nicht naturalistisch wiedergegeben, sondern in klare, blockhafte Flächen und Umrisse verdichtet. Die Farbwahl – das kräftige Rot kontrastiert mit dem Schwarz – verleiht der Szene eine ernste, fast monumentale Stimmung. Gerade in der Darstellung von Kühen gelang es Mataré, über das Tiermotiv hinaus Grundfragen des Lebens, der Stille und der Dauerhaftigkeit sichtbar zu machen.



