1879 Amsterdam – Auschwitz 1943
„Strand von Trouville“
29 × 38 cm
Öl auf Leinwand
Frühjahrsausstellung, Fine Art
Galerie Paffrath
6.500 €
Salomon Garf war ein niederländischer Maler und Grafiker. Er wurde in einer Familie jüdischer Diamantenhändler geboren. Er studiert am Institut für angewandte Kunstpädagogik (1892–1895), an der Nationalen Normalakademie für angewandte Kunst (1895–1899) und an der „Rijksakademie van beeldende kunsten“ (1899–1905) bei August Allebé, Carel Dake und Nicolaas van der Waay. 1904 wird er für den Prix de Rome nominiert, aber der Preis geht an Jan Sluijters. 1914 geht Garf nach Amsterdam zurück, wo er hauptsächlich elegante Frauen in Interieurs malt. Daneben entstehen regelmäßig Akte und Bildnisse. Garf ist zugleich als Graphiker tätig, vor allem mit Radierungen, Holz- und Linolschnitten. Er wird Mitglied von der „Kunstenaarsvereniging Sint Lucas“ und der „Arti-et-Amicitiae-Gesellschaft“ und erhält 1933 die goldene Medaille der Königin Wilhelmina. Mit der Besetzung der Niederlande durch die deutsche Wehrmacht endet Garfs Laufbahn abrupt. 1938 wird er Mitglied des „Arti et Amicitiae-Vorstands“, wird jedoch 1941 auf Anordnung der deutschen Besatzungsbehörden aus der Organisation wieder ausgeschlossen. Garf taucht unter, wird im Widerstand aktiv und hilft dabei, falsche Kennkarten herzustellen. Im darauffolgenden Jahr kommt es zur Internierung im Kamp Westerbork, von wo aus er 1943 nach Auschwitz deportiert und hingerichtet wird. Seine Freunde und Schüler können Teile seines Ateliers in Sicherheit bringen, bevor die deutsche Besatzungsmacht es ausräumen und seine Werke beschlagnahmen können.


