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Oswald Achenbach, Signatur, Kaufen, verkaufen

Oswald Achenbach

1827 Düsseldorf ‐ 1905 Düsseldorf

Kurzinformationen zum Künstler

Oswald Achenbach gehört neben seinem älteren Bruder Andreas zu den bedeutendsten europäischen Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts. Das berühmte „geniale Bruderpaar“ aus Düsseldorf prägte die deutsche Kunst ihrer Zeit nachhaltig und wurde zum Mittelpunkt der Düsseldorfer Malerschule in der zweiten Jahrhunderthälfte.

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Informationen zum Künstler

Oswald Achenbach gehört neben seinem älteren Bruder Andreas zu den bedeutendsten europäischen Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts. Das berühmte „geniale Bruderpaar“ aus Düsseldorf prägte die deutsche Kunst ihrer Zeit nachhaltig und wurde zum Mittelpunkt der Düsseldorfer Malerschule in der zweiten Jahrhunderthälfte.

Frühe Jahre und Ausbildung in Düsseldorf

Geboren und aufgewachsen in Düsseldorf, zeigte der junge Oswald bereits früh außergewöhnliches künstlerisches Talent. Mit nur 12 Jahren begann er sein Studium an der renommierten Düsseldorfer Kunstakademie, wo er den Grundstein für seine spätere Karriere als Landschaftsmaler legte. Die frühe Förderung seines Talents sollte sich als entscheidend für seine künstlerische Entwicklung erweisen.

Die prägenden Italienreisen

Seine erste Italienreise im Jahr 1845 sollte sein gesamtes künstlerisches Schaffen entscheidend prägen und zu seiner Spezialisierung auf italienische Motive führen. Gemeinsam mit seinem Schwager Albert Flamm hielt sich Achenbach in den folgenden Jahren in Oberitalien, Rom und später am Golf von Neapel auf. In Italien fand er in den belebten Stränden und auf den bunten Märkten jene Motive, die prägend für sein Gesamtwerk werden sollten. Zeitlebens sollte ihn die italienische Landschaft in ihren Bann ziehen, da sie seiner Mentalität entsprach und ihm unerschöpfliche Inspiration bot.

Revolution der Landschaftsmalerei

Achenbachs revolutionäre Leistung lag in der Vermittlung eines völlig neuen Italienbildes in der bildenden Kunst. Der kleinteiligen und zeichnerischen Manier seiner Vorgänger setzte er satte Farben, einen breiten und zupackenden Pinselstrich sowie die charakteristische Atmosphäre der jeweilig vorherrschenden Stimmung entgegen. Während in den Italienansichten aus dem Frühwerk noch das zeichnerische Element vorherrschte, löste sich Oswald Achenbach im Laufe der Jahrzehnte vom Gegenstand und kam zu immer freierer malerischer Gestaltung.

Innovative Maltechnik und Arbeitsweise

Mit flotten Pinselstrichen deutete der Maler lediglich an, statt akribisch festzulegen, und erzeugte so den Eindruck der atmosphärischen Impression, die sich im südlichen Sonnenlicht nicht aus Einzelheiten zusammensetzte, sondern aus Farbwerten und Beleuchtung. Seine charakteristische Arbeitsweise umfasste die direkte Naturbeobachtung vor Ort, wo er seine Impressionen während der Italienreisen direkt vor dem Motiv in Aquarellen oder Ölskizzen festhielt, die er dann im Atelier aus der Erinnerung zu großen Bildern formte. Erhaltene Skizzen machen deutlich, dass sich Achenbach weniger für Details interessierte, sondern sich vielmehr auf die charakteristischen Farben und Formen konzentrierte sowie auf die Licht- und Schattenverteilungen. Diese innovative Herangehensweise machte ihn zu einem Wegbereiter der modernen Landschaftsmalerei und beeinflusste nachhaltig die Darstellung des Südens in der deutschen Kunst.

Lehrtätigkeit und künstlerische Vollendung

1863 übernahm Oswald Achenbach eine Professur für Landschaftsmalerei an der Düsseldorfer Kunstakademie, gab diese Position jedoch bereits 1872 wieder auf, um sich in den folgenden Jahrzehnten uneingeschränkt der Vollendung seines künstlerischen Werkes widmen zu können. Diese Entscheidung ermöglichte es ihm, seine Maltechnik weiter zu verfeinern und sein charakteristisches Italienbild zu perfektionieren.