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Lovis Corinth, Signatur, kaufen, verkaufen

Lovis Corinth

1858 Tapiau – Zandvoort 1925

Kurzinformation zum Künstler

Lovis Corinth gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Als Maler, Zeichner und Grafiker schuf er ein einzigartiges Œuvre, das zwischen deutschem Impressionismus und Expressionismus angesiedelt ist. Diese stilistische Verknüpfung führt zu der charakteristischen, störrischen und oftmals dramatischen Wirkung seiner Arbeiten, die ihn von seinen Zeitgenossen deutlich unterscheidet.

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Informationen zum Künstler

Lovis Corinth gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Als Maler, Zeichner und Grafiker schuf er ein einzigartiges Œuvre, das zwischen deutschem Impressionismus und Expressionismus angesiedelt ist. Diese stilistische Verknüpfung führt zu der charakteristischen, störrischen und oftmals dramatischen Wirkung seiner Arbeiten, die ihn von seinen Zeitgenossen deutlich unterscheidet.

Künstlerische Entwicklung und Ausbildung

Lovis Corinth begann sein Kunststudium 1876 an der Königsberger Akademie und führte es ab 1880 an der renommierten Münchner Akademie fort. Wichtige Vorbilder waren ihm die Werke Wilhelm Trübners und Wilhelm Leibls, die seinen frühen Stil nachhaltig prägten. 1884 erweiterte er seinen künstlerischen Horizont durch Unterricht in Antwerpen und an der Académie Julian in Paris, wo er sich bis 1887 aufhielt und entscheidende Impulse für seine weitere Entwicklung erhielt.

Münchner Jahre und künstlerische Etablierung

1901 siedelte Corinth nach Berlin über, wo er eine neue Schaffensphase einläutete. Hier eröffnete er eine Malschule für Frauen und begegnete den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit: Max Liebermann, Max Slevogt und Bruno Cassirer. Als Mitglied der Berliner Sezession wurde er bereits im Jahr darauf in deren Vorstand gewählt, was seine zentrale Stellung in der deutschen Kunstszene unterstrich. Seine Berliner Jahre waren geprägt von intensiver künstlerischer Produktivität und zunehmendem Erfolg.

Berliner Erfolg und Durchbruch

1901 siedelte Corinth nach Berlin über, wo er eine neue Schaffensphase einläutete. Hier eröffnete er eine Malschule für Frauen und begegnete den wichtigsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Zeit: Max Liebermann, Max Slevogt und Bruno Cassirer. Als Mitglied der Berliner Sezession wurde er bereits im Jahr darauf in deren Vorstand gewählt, was seine zentrale Stellung in der deutschen Kunstszene unterstrich. Seine Berliner Jahre waren geprägt von intensiver künstlerischer Produktivität und zunehmendem Erfolg.

Schicksalsschlag und stilistische Wende

1911 erlitt Corinth einen schweren Schlaganfall, der ihn halbseitig lähmte und einen entscheidenden Wendepunkt in seinem künstlerischen Schaffen markierte. Zur Erholung reiste er 1912 an die Riviera, wo neue Inspirationen entstanden. 1913 richtete ihm die Berliner Sezession eine große Retrospektive aus, die seinen Ruhm festigte. Als sich unter Führung Liebermanns die Freie Sezession gründete, blieb Corinth als einziger namhafter Künstler der alten Vereinigung verbunden, was seine Loyalität und seinen eigenständigen Weg verdeutlichte.

Späte Meisterwerke am Walchensee

Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreiches 1918, der ihn tief erschütterte, zog sich Corinth zunehmend vom Großstadtleben zurück. Ab 1919 verbrachte er viel Zeit in seinem Haus in Urfeld am Walchensee, wo einige seiner bedeutendsten späten Werke entstanden. 1922 beteiligte er sich an der Ausstellung im Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig, was seine internationale Anerkennung demonstrierte. 1923 zeigte die Nationalgalerie Berlin anlässlich seines 65. Geburtstages eine große Jubiläumsschau mit über 170 Werken.

Künstlerisches Vermächtnis und internationale Präsenz

Corinths Œuvre umfasst psychologisch eindringliche Porträts, farbintensive Landschaften und Blumenstillleben sowie in späteren Jahren religiöse Themen in hellerer Farbgebung. 1925 wurde er Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie und verstarb im selben Jahr im holländischen Zandvoort. Seine Werke befinden sich heute in bedeutenden internationalen Museen, darunter das Museum Folkwang in Essen, das Wallraf-Richartz-Museum in Köln, die Neue Pinakothek in München, das Musée d’Art Moderne et Contemporain in Strasbourg, das National Museum of Modern Art in Tokyo, das Kunstmuseum Basel, das Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid, die Tate Modern in London und das Museum of Modern Art in New York. Diese weltweite Präsenz unterstreicht Corinths Bedeutung als einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Moderne, dessen einzigartige Synthese aus Impressionismus und Expressionismus bis heute fasziniert.