
Herbert Böttger
1898 Krefeld – 1954 Büderich
Kurzinformation zum Künstler
Als Herbert Böttger zwischen 1918-25 an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert, wird der bis dahin in Deutschland dominierende Expressionismus von der Neuen Sachlichtkeit (Otto Dix und George Grosz) abgelöst. Diese Wende beeinflusst auch den jungen Böttger, der im Laufe seiner künstlerischen Schaffenszeit neben Franz Radziwill zum Hauptverteter des Magischen Realismus wird – einer Strömung der Neuen Sachlichkeit, die als Brücke zum Surrealismus (Giorgio de Chirico, Salvador Dali und René Magritte) verstanden wird. 1928 war Böttger Mitglied der Rheinischen Sezession. 1930 gehörte er der Rheingruppe an. 1931 erhielt der Maler den „Albrecht-Dürer-Preis“ der Stadt Nürnberg. Sechs Jahre später werden seine Gemälde als entartet beschlagnahmt und vernichtet. Trotzdem malt Böttger weiter und findet zu einer Formensprache, die eine brillante Maltechnik mit erstaunlicher Leichtigkeit in der Komposition verbindet.
Werke von Böttger finden wir heute sowohl in Privatbesitz als auch in verschiedenen Museen, wie zum Beispiel dem Museum Kunstpalast in Düsseldorf oder der Ostdeutschen Galerie in Regensburg sowie in Kalkar, Recklinghausen und Wiesbaden.