1805 Berlin – 1867 Köln
„Bildnis einer jungen Dame“, um 1830
86,3 x 65,5 cm
Öl auf Leinwand
Faces
Galerie Paffrath
Leihgabe
Carl Ferdinand Sohn zählt zu den prägenden Malern der Düsseldorfer Malerschule. Er studierte an der Berliner Akademie, bevor er sich 1826 der neu formierten Düsseldorfer Schule unter Wilhelm von Schadow anschloss, wo er 1832 selbst eine Professur übernahm. Sohn wurde vor allem für seine Porträts und idealisierten Frauendarstellungen bekannt, die klassische Bildtraditionen mit dem romantischen Zeitgeist seiner Epoche verbanden. Über Generationen hinweg prägte er nicht nur seine Schüler, sondern auch die eigene Familie, aus denen bekannte Künstler hervorgingen. Die ganze Anlage und Erscheinung der jungen Frau lassen an eine Neuinterpretation der Mona Lisa denken. Ähnlichkeiten zeigen sich in der Handhaltung, dem dekolletiertes Kleid, dem mit kostbaren Goldfäden umsponnenen Stoff um die Brust, die transparenten Stoffe, die wie Schleier wirken, der Blick zum Betrachter, die leicht gedrehte Körperhaltung, der gleiche Porträtausschnitt und nicht zu vergessen die mysteriöse Landschaft im Hintergrund. Sohn scheint alle Details übernommen, sie aber gleichzeitig auch neu interpretiert und in seine Zeit transponiert zu haben.
