Lucas, Willy: Fassadenansicht hinter Bäumen, um 1916/17

Lucas, Willy

1884 Bad Driburg – 1918 Partenkirchen

Kurzinformation zum Künstler

Willy Lucas zählt neben Max Clarenbach, Richard Bloos und Max Stern zu den wesentlichen Impressionisten des Rheinlands. Innerhalb von ca. 20 Jahren schuf Lucas ein Oeuvre von über 600 Gemälden und zahlreichen Skizzen, Aquarellen, Postkarten. 2009-10 wurde eine Retrospektive zu seinem 125. Geburtstag in Paderborn gezeigt. Neben dem umfangreichen Ausstellungskatalog wurde auch ein Werkverzeichnis veröffentlicht.
Share on facebook
Share on twitter
Share on email

Kunstwerke im Angebot

Informationen zum Künstler

Willy Lucas zählt neben Max Clarenbach, Richard Bloos und Max Stern zu den wesentlichen Impressionisten des Rheinlands. Innerhalb von ca. 20 Jahren schuf Lucas ein Oeuvre von über 600 Gemälden und zahlreichen Skizzen, Aquarellen, Postkarten. 2009-10 wurde eine Retrospektive zu seinem 125. Geburtstag in Paderborn gezeigt. Neben dem umfangreichen Ausstellungskatalog wurde auch ein Werkverzeichnis veröffentlicht.

Malerei

Nach einer profunden Ausbildung an der Düsseldorfer Kunstakademie schwenkte der hochbegabte junge Künstler malerisch auf die Richtung der französischen Impressionisten ein. Seine anfangs noch dunkel gehaltenen Niederrheinlandschaften werden unter dem Eindruck der Freilichtmalerei zunehmend heller. Licht und Farbe werden innerhalb weniger Jahre zum Inhalt seiner Kunst, die in den Stadtansichten eine Thematik voller Leben und Bewegung entdeckt, für die moderne Malerei ein geradezu ideales Sujet, das schon von den französischen Impressionisten bevorzugt gewählt wurde.

Mangelnde Anerkennung und gesundheitliche Probleme

Auf den künstlerischen Aufschwung folgen gesundheitliche Probleme und mangelnde Anerkennung. Für den etablierten rheinischen Kunstgeschmack um 1910 war Lucas mit seinen Gemälden zu fortschrittlich und der Verkauf seiner Werke gerät ins Stocken. Durch die Trauung mit der Tochter eines vermögenden Kölner Kaufmanns erreicht Lucas die materielle Unabhängigkeit die es ihm erlaubt, seinen künstlerischen Kurs zu halten. 1918, im letzten Kriegsjahr und immer noch auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Schaffenskraft, verstirbt Willy Lucas an den Folgen einer Lungenkrankheit, die ihn bereits ein Jahr zuvor zur Erholung nach Garmisch-Partenkirchen geführt hatte.