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1842 Ödenburg – 1938 München
„Auf der Eselsbank“, 1881
69 x 190 cm
Öl auf Leinwand
Masterpieces

Galerie Paffrath

68.000 €
Mit dem Gemälde „Auf der Eselsbank“ gelang Gustav Igler, Schüler von Waldmüller und Ramberg in München, eine Bilderfindung, die in ihrer originellen Darstellung und spontanen Beobachtung einzigartig ist. Jeder Knabe charakterisiert ein anderes Vergehen, dass in der Dorfschule um die Jahrhundertwende geahndet wurde. So galten strenge Schulregeln: Die Füße der Schüler müssen mit ihrer ganzen Sohle auf dem Boden oder dem Fußbrett ruhen. Der Oberkörper darf nur sehr wenig nach vorn geneigt und keinesfalls an die Tischkante der Bank angelehnt sein. Der Kopf muss möglichst gerade gehalten werden, so dass das Kinn die Brust nicht berührt. Alle diese Grundregeln werden auf Iglers Eselsbank nicht beachtet. Stattdessen wird auf den Pulten gesessen oder geschlafen, gespickt, heimlich gelesen oder Karten gespielt. Iglers Gemälde bildet in nahezu idealer Weise eine Einheit von brillanter Maltechnik und geistreicher Komposition. Diese seltene Kombination prädestinierte den Maler geradezu für den anspruchsvollen Geschmack der englischen und amerikanischen Sammler, die weit mehr als die Hälfte aller Werke Iglers unmittelbar nach der Entstehung erwarben.

Frage zu dem Werk von Igler, Gustav: Auf der Eselsbank, 1881

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