Maria Marc, geb. Franck: Signatur

Maria Marc, geb. Franck

1876 Berlin – 1955 Ried/Kochel am See

Kurzinformation zum Künstler

Maria Marc wurde als Tochter des Buchhalters und Bankdirektors Philipp Franck in Berlin geboren. Ihr künstlerisches Talent wurde schon auf der Höheren Mädchenschule mit Klavier-, Gesangs- und Kunstunterricht gefördert. Im Anschluss wurde sie 1895 zur Zeichenlehrerin an der Berliner Königlichen Kunstschule ausgebildet. 1899 nahm sie Unterricht im Damenatelier an der Berliner Kunstakademie bei Karl Storch. Es folgten mehrer Aufenthalte in der Holsteinischen Schweiz und in München, wo sie der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins beitrat. 1905 lernte sie Franz Marc kennen und führte über längere Zeit eine ménage à trois zusamen mit der älteren Malerin Marie Schnür, die Marc 1907 ehelichte. Die Ehe ging in die Brüche und er führte mit Maria ab 1908 eine monogame Beziehung. In den folgenden Jahren unterstützte sie vor allem Franz Marc in seiner Karriere mit der Künstlergruppe „Blaue Reiter“. Sie selbst stellte auf der zweiten Ausstellung des Blauen Reiters aus. 1913 heirateten Maria und Franz Marc. Als 1916 Franz Marc im Krieg fiel, verwaltete Maria Marc seinen Nachlass und organisierte Werkschauen und Bücher zu seinen Arbeiten. 1922 schrieb sie sich zum Studium der Weberei am Bauhaus in Weimar ein. Von 1929 bis 1938 lebte sie vor allem in Ascona am Lago Maggiore und hielt Kontakt zu Marianne Werefkin und der ansässigen Künstlergemeinschaft des Monte Verità. Während des Krieges lebte sie wieder in Ried und arbeitete zusammen mit Johanna Schütz-Wolff an Webteppichen, die sie ein einziges Mal 1952 in München ausstellte.
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