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"Joseph Rebell: Lago di Como", 1811
28 x 42 cm
Aquarell auf Papier
< 5.000
Galerie Paffrath
3.800 €



Joseph Rebell (1787 Wien - 1828 Dresden) studierte von 1799 bis 1809 an der Wiener Akademie und war Schüler des Landschaftsmalers Michael Wutky (1739-1823). Nach seiner Ausbildungszeit reiste er 1810 nach Italien. Zunächst hielt er sich zwei Jahre in Mailand auf, um für den Kunst- und Ansichtenverleger Dominique Artaria Zeichnungen der Orte an den oberitalienischen Seen anzufertigen. Diese sollten dann als Kupferstiche oder Radierungen editiert werden. Durch die Empfehlung des italienischen Vize-König Eugène de Beauharnais reiste er 1812 über Florenz und Rom nach Neapel an den Hof Joachim Murats und dessen Gemahlin Karoline, Schwester Napoleons. Hier arbeitet er einige Jahre für den Hof bis er 1824 nach Wien zurückkehrte und durch Franz I. zum Galeriedirektor von Belvedere und zum Professor der Landschaftsklasse an der Wiener Akademie berufen wurde. Relativ jung verstarb Rebell 1838 auf einer Reisen in Dresden an einer Krankheit.
Das Blatt Lago di Como fällt in die Zeit seines Mailandaufenthaltes mit Reisen in die Oberitalienischen Gebiete. Durch mehrere Rückenfiguren im Vordergrund wird der Betrachter zu dem Blick in die Landschaft eingeladen: Von einer leichten Anhöhe fällt die Sicht auf den Comer See und die Überreste der Festung Forte di Fuentes bei Colico am nördlichen Ende des Comer Sees. Dahinter türmen sich sanft die westlichen Anfänge der Bernina-Alpen empor, während rechts ein Baum das Bild abrundet. Rebells Bestreben unmittelbare Wirklichkeitseindrücke wiederzugeben, finden in der detaillierten Ausarbeitung der Szenerie seinen Ausdruck. Durch die Aquarellierung gewinnt es zusätzlich an Leichtigkeit und lässt die luftige Atmosphäre erspüren.
Rebell zählte zu den gesuchtesten Landschaftsmalern seiner Zeit, so dass sich neben den italienischen und österreichischen Herrschern auch der Bayerische König und englische Adelige in seine Sammler einreihten. Daher verwundert es nicht, dass seine Werke in vielen internationalen Museen und Sammlungen vertreten sind.

 

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