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"Benjamin Vautier: Hinterlist"
34,5 x 28,7 cm
Öl auf Holz
< 5.000
Galerie Paffrath
2.500 €



Benjamin Vautier (1829 Morges - Düsseldorf 1898) gilt neben Ludwig Knaus als herausragender Repräsentant der deutschen Genremalerei im 19. Jahrhundert. Seine Werke sind in zahlreichen deutschen und internationalen Museen vertreten. Sie gelangten meist unmittelbar nach der Entstehung in den internationalen Kunsthandel und wurden unter anderem für die Fürstliche Liechtensteinsche Galerie in Wien, das Kunstmuseum Basel und die Wallace-Collection in London erworben.
Zur Malerei kam Benjamin Vautier als Sohn eines strenggläubigen Pfarramtskandidaten erst im Alter von 20 Jahren. Er studierte zunächst in Genf, wurde in Düsseldorf bei Wilhelm von Schadow abgewiesen, ging später nach Paris und kehrte erst 1857 nach Düsseldorf zurück, wo seine triumphale Malerkarriere ihren Lauf nahm.
Vautier schildert in der kleinen Genreszene wie ein pfeifender Junge im Sonntagsanzug eine Treppe herunter schlendert. Hinter der dicken Mauer lauert ein anderer Knabe mit nackten Füßen und hält seinen Schuh in der rechten Hand. Wir wissen nicht en detail, was der lauernde Junge vor hat, doch können wir mit Sicherheit auf eine Hinterlist schließen.
Von den Zeitgenossen als „Seelenforscher und Seelenkünstler“ bezeichnet, besass der Maler die Fähigkeit, die Charaktere seiner Figuren mit einem vielfältigen gestischen und mimischen Ausdrucksrepertoire lebenswahr zu inszenieren und narrativ zuzuspitzen. (vgl. Lexikon der Düsseldorfer Malerschule. Bd. 3. München: Bruckmann, 1998.) So haben wir auch in Hinterlist den Eindruck, als spiele sich die Szene unmittelbar vor unseren Augen ab, wodurch wir in die Bilderzählung regelrecht eingebunden werden.

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