Rohlfs, Christian

1849 Groß Niendorf ‐ 1938 Hagen
"Lilien", um 1930
74,8 x 53 cm
Aquarell auf Papier
Fine Art
Galerie Paffrath
29.000 €



Zu den Höhepunkten in Rohlfs Werk gehören seine Aquarelle und die späten Wassertempera-Blätter. Sie zählen neben den Aquarellen von Emil Nolde, Karl Schmidt- Rottluff und August Macke, zu den bedeutendsten Beispielen deutscher Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Während die genannten Künstler ihre Motive oft nass-in-nass direkt auf das Papier setzen, hat Rohlfs eine spezielle Technik entwickelt, mit der er die Farben fast lasierend übereinanderlegt.
Blumenstillleben sind seit 1919 in seinem Werk verstärkt präsent. Zurückzuführen ist dies auf die Heirat des Künstlers mit Helene Vogt, die ihm seit 1918 als Sekretärin bei seiner Arbeit geholfen hat. Walther Scheidig beschreibt diesen Zusammenhang mit folgenden Worten: „Man gewinnt den Eindruck, dass seit der Verehelichung von der Hand der jungen Frau im Atelier stets den Farben und Formen nach verlockende Blumen oder Früchte gestellt waren, die dem Künstler Anregungen gaben. Dem Zauber der Blumenbilder, die damals entstanden, verschlossen sich auch die Kunstfreunde nicht, und so fand Rohlfs mit fünfundsiebzig Jahren schließlich das wirtschaftliche Fundament (...).“ (Scheidig. 1965, S. 139.)

 

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