Preyer, Johann Wilhelm

1803 Rheydt ‐ 1889 Düsseldorf
"Stillleben mit Trauben und Aprikosen", 1842
40 x 60,5 cm
Öl auf Leinwand
Masterpieces
Galerie Paffrath
Verkauft

Nach einer Italienreise beginnt Johann Wilhelm Preyer die Arbeit an größeren Formaten. Nun entwickelt der Stilllebenmaler eine klarere Formensprache und eine technische Meisterschaft, die ihn scheinbar spielerisch die aufwendigsten Kompositionen bewältigen lassen.
Das Werk "Stillleben mit Trauben und Aprikosen" gehört in diese Phase seines Schaffens und besticht durch die Virtuosität der minutiösen Ausführung. Alle Objekte scheinen zum Greifen nahe und spiegeln in perfekter malerischer Manier ihre unterschiedlichen Texturen wider. Auch verblüfft das Spiel mit Licht und Schatten, das das Bild in zwei Bereiche unterteilt und an einen Vorhang am Fenster erinnern lässt. Preyer ist hier auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Vermögens angekommen, wofür er bis heute sehr geschätzt wird. Seine Gemälde traten maltechnisch in Konkurrenz zu den holländischen Vorbildern der Barockzeit. Zeitgenössische Kunstkritiker waren wiederholt bemüht, das Phänomen der Preyer’schen Stillleben in Worte zu fassen: „Seine Werke sind unübertroffen“, schreibt Friedrich von Boetticher Ende des 19. Jahrhunderts - und diese Einschätzung hat bis heute Bestand.

Stillleben mit Trauben und Aprikosen ist unter der Nr. 190 im Nachtrag des Werkverzeichnisses (Paffrath/Weiß. Köln 2009.) aufgelistet.

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