Emilie Preyer

Preyer, Emilie

1849 Düsseldorf ‐ 1930 Düsseldorf

Informationen zum Künstler

Emilie Preyer setzte in Düsseldorf die traditionelle Stilllebenmalerei ihres Vaters Johann Wilhelm Preyer auf einem sehr hohen maltechnischem Niveau fort.
1861 unterwies ihr Vater die damals 12jährige Emilie im Zeichnen und Malen, bei dem sie sich als seine talentierteste Schülerin entpuppte. Weiteren Unterricht erhielt sie von dem Historienmaler Heinrich Mücke und dem Landschaftsmaler Hans Gude.
In ihren aufwendigen Kompositionen hat Emilie Preyer mit kleinen Blumenarrangements und Sekt- und Weingläsern Elemente aus den Gemälden ihres Vaters Johann Wilhelm Preyer übernommen.
Obwohl sich Emilie Preyers Früchte- und Blumenstillleben in Motivwahl und Komposition wenig von den Gemälden ihres Vaters unterscheiden, gibt es kleine, aber nicht zu übersehende Unterschiede im Werk der beiden: In den Stillleben der Tochter wirken die dargestellten Früchte durch das seitlich einfallende Licht malerisch etwas weicher, während in den Gemälden des Vaters das Volumen mehr betont wird.
Einen Einschnitt in ihrem leben bedeutet 1889 der Tod ihres Vaters Wilhelm Preyer, dessen Atelier neben ihrem lag, und sie zog sicher immer mehr zurück. Da ihr Œuvre auf 250 Gemälde geschätzt wird, sind ihre Werke selten und der Preis steigt stetig an.
In der internationalen Bekanntheit knüpfte Emilie Preyer beinahe nahtlos an den Ruf ihres Vaters an. Das New Yorker Metropolitan Museum und die Picture Gallery in Philadelphia erwarben Stillleben der Preyer-Tochter. Da weder Deutschland noch die Malschulen der europäischen Nachbarländer über technisch vergleichbare Stilllebenmaler verfügten, fanden Gemälde Emilie Preyers auch in englischen und amerikanischen Privatsammlungen ihren Platz.

Kunstwerke


Früchtestillleben

Früchtestillleben

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