Paul Kleinschmidt

Kleinschmidt, Paul

1883 Bublitz ‐ 1949 Bensheim

Informationen zum Künstler

Paul Kleinschmidt wird durch seine Eltern, eine Schauspielerin und ein Theaterdirektor, in das Milieu des Wandertheaters hineingeboren. Sein Kunststudium beginnt er ab 1902 an der Berliner Kunstakademie bei Anton von Werner. Ab 1903 unterhält Kleinschmidt regen Kontakt zu Lovis Corinth. Im Ersten Weltkrieg wird er 1915 verwundet aus dem Kriegsdienst entlassen und heiratet Margarethe Treichel, die von da an sein wichtigstes Sujet wird. Als Zeichenlehrer verdient er sich zunächst seinen Lebensunterhalt. Ab 1923 steht er im Kontakt mit dem Kunstkritiker Julius Meier-Graefe, der ihn als „proletarischen Rubens“ rühmt und ihn an Sammler vermittelt. Durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten wird seine Kunst als „entartet“ bezeichnet und drei seiner Werke werden 1937 auf der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. Nach einer Reise zum New Yorker Kunstsammler Erich Cohn, einer Emigration in die Niederlande und nach Frankreich, wurde Kleinschmidt vom NS-Sicherheitsdienst nach Deutschland zwangsrepatriiert. Seit dem lebte er in Bensheim.

 

Kunstwerke